11.03.2015

Norbert Karaban Tagebuch Leave a Comment

Bin jetzt ein paar Tage nicht dazu gekommen, mein (Depressions)Tagebuch zu pflegen. Die nahende Ausstellung nimmt mich und meine Energie voll in Anspruch. Natürlich hatte ich mal wieder viel zu spät eine Eingebung, was ich ausstellen will. Und natürlich hatte ich mir etwas vorgenommen, dass viel Sorgfalt und Zeit beansprucht. Naja, kenne mich ja schon ein ganzes Leben und so neu war mir das jetzt auch nicht, mit meinem: Immer auf den letzten Drücker … Eine Collage sollte es sein, mit einer Auswahl von Portraits die ich in den letzten Jahren bei Tierrechtsdemos geschossen habe. Als Überschrift bzw. Titel wählte ich: peoples for animal rights – we are one … Als Größe der Bilder, stellte ich mir diesmal 60×40 cm vor. Keine Ahnung wer das dann in der Größe drucken soll, keine Ahnung woher ich passende (bezahlbare) Rahmen auf die Schnelle bekomme. Aber das weite und kluge Internet hilft einem dabei ja ganz gut. Montagvormittags war ich dann gegen 10:00 mit dem Bild fertig und habe es gleich mal auf Facebook hochgeladen. Ich war dermaßen ausgepumpt und fertig, dass ich mit meinen beiden geduldigen Vierbeinern nur noch die Kraft für einen kleinen Spaziergang hatte. Daheim angekommen habe ich erstmal ein wenig gegessen und bin dann auf dem Sofa weggenickt. Keine Energie mehr für Garnichts. Am Nachmittag habe ich dann einen Druckdienst in München-Schwabing eruiert, der mir meine Bilder in der Größe und in Fotoqualität drucken kann. Also rief ich an, um zu erfahren, wie lange ich auf die fertigen Bilder warten muss. Mir viel ein riesen Stein vom Herzen, als ich erfuhr das ich praktisch nur etwa eine Stunde Wartezeit hätte. Am Dienstagvormittag fuhr ich dann nach München, um meine zuvor auf USB-Stick kopierten Bilder, drucken zu lassen. Man glaubt es kaum, aber ich fand tatsächlich sofort einen guten Parkplatz in der Nähe des Ladens. Also frohgemut in den Laden und meinen Stick übergeben. Sie steckte in den ersten, dann in einen zweiten und schlussendlich in einen dritten PC. Der USB-Stick konnte nicht gelesen werden.

Ich sackte in mich zusammen und war am Verzweifeln, da ich mir fest vorgenommen hatte die Bilder an diesem Tag drucken zu lassen. Die Dame meinte dann, das ich die drei Bilder auch einzeln per E-Mail senden kann. Okay, also am nächsten Tag nochmal nach München. Auf dem Rückweg kaufte ich mir dann noch in einem Möbelhaus (bezahlbare) Rahmen. Daheim angekommen, schaute ich dann kurz auf Facebook. Ein Facebook Freund meinte, das die Collage mit 60×40 cm viel zu klein wäre und das Bild wenigsten 60×90 cm haben sollte. Klar, ich habe ja auch im Lotto gewonnen und noch alle Zeit der Welt bis zur Ausstellung in drei Tagen. Total unrealistisch vom Geld und der Zeit her. Aber, irgendwie lies mich der Gedanke nicht los, und ich schaute nochmal im Internet, was so etwas kosten würde und wie lange ich darauf warten müsste. Ich wurde dann auch recht bald fündig, schaute auf die Preise (waren akzeptabel) und rief in dem Geschäft an. Mir wurde dann zugesichert, dass die Bilder am nächsten Tag gegen 17:00 abholbereit wären. Und sie haben für das große Bild auch einen passenden (wieder bezahlbaren) Rahmen. Yeah, chakka … Wozu so ein defekter USB-Stick und ein konstruktiver Vorschlag alles gut ist. Als ich dann heute die Bilder im Laden begutachtete, musste ich fast mit den Tränen kämpfen, so sehr gefielen sie mir. Auch die ganze Last auf den Schultern und der Seele wich langsam. Die Drucke sind so etwas von Hammergeil und toll! Ich weiß wirklich nicht woher ich in meiner Depression die ganze Kraft nehme. Mich strengt eigentlich so ziemlich alles an und es wird mir auch leicht zu viel. Und jetzt schreibe ich hier auch schon seit einer Stunde in mein Tagebuch. Wird wieder ein kurzer Spaziergang mit den Hunden. Und wie ich das heutige FC-Bayern Spiel noch am Fernseher wach durchstehen soll, keine Ahnung. Aber, ich habe es geschafft, alles für die Ausstellung bereit zu haben. Morgen Abend wird aufgebaut und die Bilder bekommen ihren Platz …

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