13.-17.03.2015

Norbert Karaban Tagebuch 20 Comments

Keine Ahnung ob das hier überhaupt jemand liest.

Aber der Reihe nach. Eigentlich hatte ich zur Vernissage keine, Kraft, Energie und Nerv. Wenn meine Kumpeline nicht mitgekommen wäre, hätte ich es auch nicht gepackt. Die Eröffnung der Ausstellung war eher schlecht besucht. Vor meinem Tierrechtsbild blieben einige Besucher kurz stehen, konnten wohl nichts damit anfangen. Eine etwas ältere Frau hatte mitbekommen, dass ich das Bild gemacht habe und sprach mich darauf an. Ich erläuterte kurz meine Inspiration dazu und sie meinte dann, dass auch Pflanzen Gefühle hätten und man dann nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Was sagt man jetzt dazu? Leider, sagte ich, leider kann auch ich nicht nur von Steinen und Sand leben. Ich war tierisch genervt und versuchte einigermaßen höflich und ruhig zu diskutieren. Aber zu was? Sie sprach mich dann auch noch auf meinen verstorbenen Onkel an und fragte mich ob ich einen guten Kontakt zu meiner Tante hätte. Was ich ehrlich mit nein beantwortete. Aber warum denn nicht und blablabla. Aber auch dieses (sinnbefreite) Gespräch war dann irgendwann mal beendet. Monne (meine Kumpeline) und ich gingen dann recht bald. Balululu und Marli warteten aufs Gassigehen.
Samstag hatte ich eigentlich vor, wenigstens für ein/zwei Stunden zur Ausstellung zu gehen. Leider schaffte ich es nicht. Meine Ängste waren mal wieder stärker. War auch mit der Auswahl meiner Bilder eher unzufrieden. Ausdrucksstarke, emotionale Bilder sind nicht jedermanns Sache. Aber vielleicht sehe ich das auch nur so.
Sonntag dann das gleiche Spiel, fix und fertig angezogen und bereit zur Ausstellung zu gehen. Aber auf meine Unsicherheit und Angst ist Verlass. Natürlich wieder nicht gegangen. Immerhin ging ich um 17:00 zum Abbauen. Anschließend saßen die Aussteller noch zusammen, aber da war ich bereits schon wieder weg. Keine Ahnung wie den Besuchern meine Bilder gefallen haben, kein Feedback, nichts. Soviel Zeit und Energie in die Ausstellung gesteckt und dann zu feige (allein) hinzugehen. Ich hasse mich dafür.
Seitdem falle ich mal wieder, wie so oft, tiefer und tiefer.
Facebook mit meinen über 1.500 Freunden hilft mir da auch nicht gerade. Der ein oder der andere Facebookfreund hatte sich angekündigt am Samstag oder Sonntag zu kommen. Alle abgesagt, leider. Da wäre ich dann schon hingegangen, da wäre ich nicht allein gewesen.

Aber Facebookfreunde sind eben keine realen Freunde. Mannomann, als wüsste ich das erst seit heute. Warum verlasse ich mich auf andere? Hat mich mein bisheriges Leben den nicht gelehrt, dass man sich, wenn überhaupt, nur auf sich selbst verlassen kann. Selber schuld, dass ich so schwach und feige bin, manche Dinge einfach nicht alleine zu können.

Welche Konsequenzen ziehe ich jetzt daraus:

1. Facebookfreunde als das sehen was sie sind, oberflächliche, zweckgebundene Bekannte um im Tierschutz meinen bescheidenen Teil beizutragen.

2. Mein Verhältnis zur Fotografie gründlich überdenken.

Sicher hat mich meine Fotografie den Menschen wieder näher gebracht. Aber zu was? Um wieder und wieder festzustellen, dass man sich selbst der nächste ist? So etwas wie Freunde für mich depressiven Trauerklos einfach nicht wirklich zu finden sind? Andererseits hat man mit Freunden auch Verpflichtungen. Könnte ich damit umgehen? Ich glaube eher nicht. Gut, hätte ich nicht immer wieder Bilder auf Facebook gepostet und dafür meist positives Feedback erhalten, wüsste ich nicht, dass ich möglicherweise ganz nette Bilder mache. Wer sollte mir sonst dazu etwas sagen? Meine Freunde die ich nicht habe? Meine Familie (Eltern, Bruder etc.) kann mit meinen Bildern nicht wirklich etwas anfangen. Da könnte ich genauso gut eine Wand befragen. Gefallen sie mir selber? Manche (die wenigsten) ja. Sollte mir ja dann auch genügen. Aber von diesem Schritt bin ich leider noch meilenweit entfernt. Ein Symptom meiner gestörten Persönlichkeit ist leider die Sucht nach Wertschätzung und Bestätigung meiner Fotografischen Arbeit. Bedauerlicherweise bezieht sich das nicht nur auf die Fotografie.

Mit diesem Selbsthass und meinem bodenlosen Fall in die Depression, ist mir gerade das Fotografieren und alles was damit zusammenhängt zuwider. Keine Lust aufs Fotografieren, keine Lust auf das bearbeiten und (momentan) keine Lust auf Leben. Wie gut, dass ich meine beiden Hunde habe. Sie nehmen mich wie ich bin und brauchen mich. Und das ist gut so …

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Comments 20

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  2. Angelika

    Ich hab es gelesen -wir sind zwar nicht auf FB befreundet ,und trotzdem bin ich durch FB hier gelandet.
    Gut,dass sie darüber schreiben und es heraus lassen können. Es gibt Menschen, die schaffen nicht einmal das.

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      Norbert Karaban

      Danke liebe Angelika das du hier etwas dazu geschrieben hast!
      Mir ging es tatsächlich am Sonntag bis Dienstagabend so schlecht, dass ich auch nichts dazu schreiben konnte. Meine beiden lieben Hundis, sehr ausgedehnte Spaziergänge und ein kleiner Einsatz auf einem Gnadenhof (Schweinezaun repariert), haben mich etwas aus dem Tief geholt. Auch das schreiben hier, hat mir ein wenig geholfen. Die inneren schmerzen waren so heftig, dass ich ans trinken und Drogen gedacht habe. Gott sei Dank, weiß ich aber nur zu gut, dass dies alles nur noch verschlimmern würde. Natürlich kostet es auch unendlich viel Kraft, sich aufzuraffen und z.B. lange Spaziergänge zu machen. aber es hilft, die Seele etwas zu beruhigen und etwas klarer Denken zu können …

      Bin einfach wahnsinnig enttäuscht von mir selbst und den vielen Facebookfreunden, die kommen wollten. Zwei haben wenigstens direkt abgesagt, weil sie Krank waren. Das ist auch soweit okay. Total dankbar war bzw. bin ich Monne, die bei der Vernissage dabei war! Ich wäre sonst wirklich nicht hin gegangen.

  3. Manu

    Lieber Norbert,

    du hast ehrliche Worte gefunden und du kannst mir glauben, ich verstehe dich und ich weiß, wie schwer das ist. Es ist sehr ,sehr schade…das keiner kam,außer die Monne.

    Ein wenig Rückhalt ,in dieser Situation, hätte ich dir von Herzen gewünscht.
    Es kommt wieder eine Neue Ausstellung , mach dich bitte nicht so schlecht, du machst großartige Bilder, war ja ein paarmal dabei. Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Gehts du weiter zu H. ? .. Richte ihm bitte Grüße aus. ….Pass auf dich auf und lass es hier raus, auf diesen Blog

    Es geht immer weiter, ..wir wissen es……….:)

    1. Post
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      Norbert Karaban

      Ja, liebe Manu, weiter, immer weiter …
      Etwas anderes kommt ja nicht in Frage.
      H. warnte mich schon vor, dass ich mich nicht davon herunterziehen lassen soll, wenn keiner meiner “Freunde” kommt. Er ahnte es wohl schon. Aber es ist wohl auch die Summe aller Ereignisse der letzten Wochen, die mich so abstürzen haben lassen. Lach … bin heute Abend im Bodhi und frage Klaus ob er nicht mein Tierrechtsbild kaufen möchte um es dann im Lokal aufzuhängen. Nein, mache ich natürlich nicht, ich weiß ja das meine Bilder nichts wert sind. Vielleicht schenke ich es ihm. Aber nur fürs Bodhi. Aber auch das werde ich wohl sein lassen. Bin im Moment wirklich leicht aus der Bahn zu werfen und es kostet mich ohnehin viel Kraft nach München zu fahren. Mannomann, jetzt ist es schon 18:25 und der Stammtisch fängt um 19:00 an. Muss noch mit meinen beiden lieben Gassi gehen. Werde morgen H. einen lieben Gruß von dir ausrichten.

      1. Post
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        Norbert Karaban

        Nachtrag 18:40 … Kraftreserven und Energiehaushalt abgecheckt, werde nicht ins Bodhi gehen. Leider … 🙁
        Bin noch zu angeschlagen um unter Leute zu gehen. Hoffe das ich am kommenden Wochenende es wenigsten zum veganen Ostern am Marienplatz schaffe.

        1. Manu

          Lieber Norbert, …

          schade, aber es ist gut, das du auf dich achtest. Es sind soviele Komponeneten, die bei dir zusammenkommen, welche dich täglich straucheln lassen…..FB Freundschaften, sind und könne toll sein..aber überwiegend, das weißt du…..eben nur virtuell, weil du die Aufmerksamkeit nbicht missen möchtest…Das Tierrechtsbild…., wenn dann lass es dir schriftlich geben, ..nimm es mit zum Bodhi…stell es aus, ….der meistbietende bekommt es….;-) lach…wäre das was….Monne könnte helfen, frag sie doch..:-D Mach dich nicht so klein, bitte……….die Macht, der Gedanken..sind gigantisch….H. wird das bestätigen….fühl dich gedrückt..geh raus, laufe, laufen hilft …das weißt du . Nimmst du abends noch die M. ? Das ist Teufelszeug….:(

          Liebe Grüße Manu

  4. Angelika

    FB Freunde sehe ich eher als Interessengemeinschaft . Tierschutz, Natur und so…aber spaßiger Weise hab ich auch tatsächlich tolle Freundschaften gefunden.

    1. Post
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      Norbert Karaban

      Hallo Angelika!
      Das freut mich für dich … 🙂

      Früher, so vor 25 Jahren, hatte ich eine menge Freunde. Da hatte ich noch keine Depressionen. Dann ein persönlicher Schicksalsschlag, schwere Depression – und innerhalb eines Jahres alle Freunde verloren. Seitdem fällt es mir sehr schwer auf Menschen zu zugehen und so etwas wie vertrauen aufzubauen. Einfach eine große Angst mich einzulassen. Liegt schon an mir selber, das es so ist wie es ist.
      Gut, habe meine lieben Vierbeiner, meine liebe zur Natur und die Fotografie. Facebook war für mich eine sehr gute Plattform um mich für Tierrechte (und alles was damit zusammen hängt) einzusetzen – und Feedback zu meinen Bildern zu bekommen.
      Beides hat auch relativ lange gut funktioniert. Nun leider nicht mehr …

    2. Manu

      Hallo Angelika,

      da kann ich dir zustimmen, ich habe durch FB wirklich tolle, liebenswerte Menschen kennengelernt, die mich ein ganes Stück begleiten werden und im Herzen sind……ich möchte sie nicht missen, ansonsten ziehe ich mich momentan von FB etwas zurück, zuviel negatives.. Für den Tierschutz ist es eine geniale Plattform, aber auch viel Huype dabei.
      Sonnigen Tag und viele grüße Manu

  5. Angelika

    ….da fehlt irgendwie der letzte Teil meines vorherigen Kommentars. Tja, sogar im Internet werden einem die Worte gestohlen… Scherz…;)
    So ist es Manu – durch FB bin schnell und gut informiert. Meine Meinung Bild ich mir dann selbst und das klappt recht ordentlich.
    Ich hoffe auch, du Norbert, schreibst dir das weiter von der Seele.Mit dieser Krankheit sind Betroffene nicht schlechter oder besser als andere Menschen. Es geht ihnen nur anders. Ein Beinbruch heilt in einigen Wochen – ich würde gerne tauschen…Aber ich habe schon so viele Einschränkungen angenommen: Nicht Auto fahren, Angst vor den einfachsten Dingen des täglichen Lebens, …sogar Friseur ist manchmal ein Problem. Noch mehr darf es nicht sein! Ich quetsch mich täglich hinaus ins Leben, auch wenn es manchmal unendlich schwer fällt.
    Du hast deine Fotografie und deine Hunde und bei mir hilft der Sport. So hat jeder seine “Krücken”. 🙂

    1. Manu

      Hallo Angelika, danke für deine Antwort…ohhhje..dann bist du auch arg eingeschränkt. Angst udn Panikattaken kenne ich auch…ich lernte das zu händeln, in der Klinik…ich gehe jetzt nochmals in die Klinik….richtig gesund ,werden wir wohl nie mehr werden, jedoch lernenmit aeinigen Dingen umzugehen…das ist schon viel Wert. Alles Gute auch für dich…..lg Manu

  6. antoinette

    ich kann nur weinen…. zu deinen gefühlen UND, dass ich es nicht geregelt bekommen hatte, zu kommen……

    es tut mir sehr leid!

    1. Post
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      Norbert Karaban

      Hey liebe Antoinette!
      Du warst krank und hast mir auch Bescheid gegeben das du nicht kommen konntest.
      Das ist doch wirklich okay !
      Du und Denise hatten gute gründe nicht zu kommen und mir auch beide abgesagt habt. Finde es nur sehr schade das so viele andere kommen wollten von denen keiner kam und auch nicht abgesagt hatten …

  7. Elena

    Mein lieber Norbert,

    nun lese ich deinen Eintrag und ich Dummkopf habe dir eben über Facebook geschrieben. Bitte ignoriere das. Ich bin ehrlich, mir fehlen die Worte. So gern würde ich dich aufmuntern. Deine Fotos waren stets ein wichtiger Teil der Tierschutzbewegung und werden niemals in Vergessenheit geraten! Deine Enttäuschung muss sehr groß sein… es tut mir Leid und weh einer der Gründe dafür zu sein, denn auch ich war nicht bei deiner Vernissage. Ich hätte mich mehr informieren sollen über das wo und wann, als du die tolle Collage gepostet hattest. Für eine Entschuldigung ist es zu spät, zu sehr war ich mit meinen eigenen Problemen beschäftigt. Es tut mir Leid! Vom ganzem Herzen wünsche ich mir, dass wir uns wieder sehen. Bis dahin wünsche ich dir viel Kraft für die kommende Zeit, für den Neuanfang. Ich hoffe, es wird dir möglich sein die Fotografie neu für dich zu entdecken. Denn du bist der geborene Fotograf. Lass dir das bitte nicht nehmen. Alles Liebe, Ellie

  8. Sandy

    Hallo Norbert,

    das ist sehr berührend was du da geschrieben hast. Und in manchen Punkten hab ich mich wieder gefunden. Wir haben uns nicht oft gesehen und ich kenne dich auch nicht wirklich, aber was ich sagen kann deine Bilder sind super und jedes ist einzigartig 🙂 Zu den FB Freunden fällt mir nicht viel ein die meisten sind halt einfach Bekannte mit denen man einfach Smalltalk betreiben kann. Ein paar wenige gibt es die sich mehr für einen interessieren aber die sind dünn gesäht. Von den Demos habe ich mich schon vor Wochen zurückgezogen, nachdem ich erlebt habe wie manche Menschen wirklich ticken. Ich wollte ja zuerst über meinen Schatten springen weil die meisten Demos und Mahnwachen wirklich für eine gute Sache sind. Aber es ist mir nicht gelungen ich hab es nicht über mich gebracht mit solchen Leuten die einen Menschen wirklich fertig gemacht haben in einer Reihe zu stehen. Ich habe festgestellt der Tierschutz hat auch ziemliche Schattenseiten. Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute, und versuche zur Ruhe zu kommen und dich zu erholen. Ich werde hier dann regelmäßig vorbeischauen. Deine Hunde helfen dir bestimmt auch, ich habe schon lange festgestellt seitdem ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere <3

    Liebe Grüße Sandy

  9. Claus

    Hallo Norbert,

    wir kennen uns quasi gar nicht. Ich sah dich nur gelegentlich mal auf diversen Demos und wir hatten ein oder zwei kurze Gespräche. Wie es ja heute scheinbar schon zum guten Ton gehört, fügt man sich dann auf Facebook als Freund hinzu. Was diese Facebook Freundschaften bedeuten, hast du ja auch schon festgestellt.
    Trotzdem hätte ich von deinem Blog nie erfahren, hätte ich nicht deinen geteilten Link gesehen.
    Erst heute wurde ich auf deinen Blogeintrag aufmerksam.
    Während ich deine Worte las, konnte ich mich in vielen Belangen selbst erkennen. Ich fotografiere selbst für mein Leben gern und habe ähnliche Erfahrungen wie du gemacht. Ich fotografiere anders als du, weniger und ich konnte nie so viel Energie reinstecken wie du es in der letzten Zeit getan hast.
    In fast jeder Zeile von dir fand ich einen Teil von mir, aber besonders in dem Teil über die Reaktionen der Menschen auf deine Fotografie, erkannte ich mich selbst wieder. Freunde und Familie mögen die Bilder betrachten und es wird auch erwähnt, ob ihnen das Bild gefällt aber das war es auch schon. Die Definition eines schönen Bildes hat sich wohl auch gewandelt. Die heutige Bilderflut lässt die Menschen wohl abstumpfen. Ein Blick für ein paar Sekunden und es geht weiter zum nächsten Bild. Marketing entscheidet mehr über Feedback zu Bildern als Qualität oder Inhalt.
    Vielleicht liegt es nur an mir, dass ich meine Emotionen und meine Gedanken nicht auf ein Bild übertragen kann. Ich bin auch alles andere als ein langjähriges Experte. Trotzdem wünscht man sich mehr als einen Blick und ein “das ist aber schön”.

    Das digitale Veröffentlichen bei den Fotos sollte ich ja eigentlich aufgeben. Vielleicht lieber eine gute alte Ausbelichtung. Vielleicht betrachtet irgendwann mal jemand ein Bild und hält es einfach für ein paar Minuten in den Händen und denkt darüber nach, was es eigentlich zeigt und was sich der Fotograf dabei vielleicht gedacht hat.

    Letztendlich fällt es mir einfach gerade schwer überhaupt irgendwelche Worte zu finden. Eigentlich ist alles was ich hier schreibe nur ein riesengroßer Wirrwarr. Kommt mir zumindest so vor. Ich bin berührt von dem, was du hier offen und ehrlich berichtest und beeindruckt von deinem Mut es für andere zugänglich zu machen. Ich bin auch überrascht, dass ich mich damit unheimlich identifizieren kann.

    Da ich eigentlich nicht der Typ dafür bin, solche Worte im Internet zu kommunizieren, möchte ich auch nichts weiter schreiben, ich habe dir wohl genug Worte hier hinterlassen, die für dich wohl leider nicht hilfreich sind. Ich wollte dir nur sagen, dass ich glaube dich zu verstehen, obwohl ich dich leider überhaupt nicht kenne. Ich glaube, das bereue ich gerade. Aber so wie viele Menschen wohl für Fotografien abgestumpft sind, bin ich es mittlerweile bei Menschen. Die große Masse an leeren Worten, hat mich vielleicht einfach blind gemacht. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann mal bei einem Spaziergang. Das ist viel schöner, als 1000 Worte auf Facebook.

    Mit den besten Wünschen
    Claus

  10. Tom C. Gerhardt

    Lieber Norbert,
    das erste, was mir zu Dir einfällt ist, dass ich Deine Fotos sehr mag. Sie haben mir das Fotografierte näher gebracht – manche Fotos habe ich lange angeschaut. Mir fällt die Geschichte ein von dem Hut, der Dir geschenkt wurde. Eine wundervolle Begegnung. Offensichtlich bist Du ein Mensch, der andere begeistern kann und emotional ansprechen – mich auf jeden Fall, wenn auch virtuell (zu meiner Frau Bettina habe ich schon öfter gesagt, wenn ich von den FB-“Freunden” jemanden persönlich kennenlernen möchte, dann bist Du einer der wenigen davon). Schau diese Menschen an und Du kannst Dich dort sehen und kannst erkennen, dass Dein Selbstbild dringend korrekturbedürftig ist. Schau auf die liebevollen Zuschriften. Diese Menschen haben keinen Grund, Dich anzulügen oder Dir Honig um den Bart zu schmieren. Sie tun es aus freien Stücken – deinetwegen. Schau Dich um … lg

  11. Marlene

    hallo, lieber Norbert!
    Ich hab dich bisher nicht so wirklich kennen gelernt und nur auf den Demos oder an den Infoständen getroffen. Dennoch hat es mich jedesmal gefreut, mit dir ein bekanntes und vor allem sehr sympathisches Gesicht entdeckt zu haben!
    Leider haben wir immer nur wenige Worte gewechselt, aber meine Freude darüber war stets ehrlich 🙂
    Deine Unsicherheit ist kaum aufgefallen, das hast du zu gut überspielt. Darum finde ich es umso interessanter und aufschlussreicher, mich durch deinen Blog durchzulesen. Nicht nur, weil er unglaublich sympathisch und zugleich sehr persönlich geschrieben wurde… Jeder Eintrag ist für sich schön zu lesen und hat trotzdem einen nicht ganz so schönen Hintergrund. Ich bewundere Menschen, die so offen über ihre Probleme reden/schreiben können.
    Mir merken es die meisten Menschen auch nicht an, aber ich bin manchmal extrem eingeschüchtert. Den Tieren und so manchen Menschen zuliebe bin ich trotzdem oft zu Demos, Infoständen,… Dennoch hatte und habe ich stets das Bedürfnis, mich zu verstecken. Ich hab zeitweise ein enormes Selbsbewusstseinsproblem, das ich auch nur ganz schwer in den Griff bekomme. Der “Trick” mit der Kamera ist da gar nicht so schlecht 😉
    Nur leider ist der z.B. in der Uni für mich nicht anwendbar … 🙂
    Naja. Ich hoffe sehr und von ganzem Herzen, dass es bei dir möglichst bald wieder steil bergauf geht!
    Von der Vernissage wusste ich leider nichts. Schade, dass du sie nicht mehr beworben hattest. Vielleicht hab ich es auch blöd überlesen… Ich hab mich auf jedenfall stets über deine zahlreichen und stets gelungenen Fotos gefreut und mich auch bereits tapfer
    durch Tausende deiner Bilder geklickt 😉 das soll aber nicht angestrengt klingen, denn das war es nie! Ganz im Gegenteil sogar 🙂

    Hab einen schönen Abend!

    Liebe Grüße

    Marlene

  12. Jana

    Lieber Norbert,
    oh man, ich lese das jetzt erst alles. Deine Worte tuen weh und machen mir Angst. Das Gefühl hinter Deinen Worten, das Du haben musst. Das Gefühl, für Dich und Deine Arbeit, …es ist schmerzlich zu lesen, dass Du dies alles wie durch eine schwarze Wolkendecke siehst. Eine schwarze Wolkendecke, die Dich an eine Illusion glauben lässt, die ganz anders ist als die Realität und Dir diese schlimmen Gefühle vermittelt. Und dann passiert im Außen auch noch etwas, was Dich in Deinem Glauben bestätigt und Dich denken lässt, dass es genau so ist, wie Du glaubst. Aber so ist es doch nicht. Könntest Du das doch nur verstehen. Könntest Du doch nur sehen, dass Du ein wertvoller und liebevoller Mensch bist. Dass Du viele Freude hast, insbesondere außerhalb von FB & Co. Könntest Du doch nur verstehen und sehen, dass diese dumme Sache mit der schlecht besuchten Ausstellung nichts, aber auch gar nichts über Dich und Deine Bilder aussagt. Hätte ich doch nur früher gewusst, wie wichtig es für Dich ist, ich wäre so gerne zur Ausstellung gekommen. Ich habe Deine Bilder früher schon immer bewundert, auch als wir uns noch nicht kannten. Deine Bilder sind sehr gut und sie gefallen so vielen Menschen. Aber es gibt etwas wichtigeres hinter diesen Bildern, und das ist der Mensch, der sie gemacht hat. Egal ob mit oder ohne diese (tollen) Bilder, Du bist ein wunderbarer und liebenswerter Mensch. Könntest Du das doch nur auch sehen, lieber Norbert.

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