23.03.2015

Norbert Karaban Tagebuch 7 Comments

Ich muss wirklich zugeben, dass ich mehr wie gerührt bin von euch allen. So viele liebe Worte und Komplimente, wie ich sie gestern und heute von euch bekommen habe…

Bin einfach überwältigt!

Gut, meine Depressionen machen mir mal mehr, mal weniger, schwer zu schaffen. In den letzten Wochen wurden sie leider immer schlimmer. Perfektionswahn, Kraftreserven Ängste, Emotionen und Wünsche in ein erträgliches Gleichgewicht zu bringen ist jetzt nicht so unbedingt meine Stärke. Dieses innere Gleichgewicht ist momentan komplett durcheinander. Dazu kommt dann noch eine düstere Vorahnung, dass etwas Schreckliches passieren wird.

So, und heute war es dann soweit, meine Vorahnung wurde real. Etwas vor dem ich schreckliche Angst habe, ist heute eingetreten. Vorgestern und gestern hätte es mich komplett zerlegt und noch tiefer stürzen lassen.
Leider kann ich hier nicht näher darauf eingehen, da ich damit meinen Gegnern Munition liefern würde.

Und hier kommt ihr alle ins Spiel:
Durch eure lieben und warmen Kommentare hier im Blog sowie auf Facebook, fühle ich mich getragen, akzeptiert und nicht alleine. Eure Reaktionen auf meinen Rückzug haben meine Kräfte wieder in einigermaßen geordnete Bahnen gelenkt. Klar, ist die Depression deswegen immer noch vorhanden. Sie nimmt mir aber nicht mehr so viel Energie, wie sie es die letzte Zeit getan hat. Der Weg der nun vor mir liegt ist ein schmaler steiniger Grad. Aber er ist zu schaffen.
Noch einmal, vielen vielen lieben Dank an euch alle <3

PS: Ich werde mir die Brücke, die Facebook auch sein kann, NICHT niederreißen! Wäre ja irgendwie blöd von mir 🙂
Und seit mir bitte nicht böse, wenn ich nicht auf jede einzelne PN auf Facebook und hier auf meinem Blog antworte.

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Comments 7

  1. Jana

    Lieber Norbert,
    es ist so schön zu lesen, dass es Dir besser geht. Und wenn sich die Wolkendecke wieder mehr zuzieht und die Sonne ganz weit weg scheint, dann lies Dir einfach noch mal durch, was Dir deine Freunde geschrieben haben, als es Dir so schlecht ging. Und dann rufst Du einfach jemanden von ihnen / uns an!!! … und Du wirst sehen, Du bist nicht alleine!!!
    Eines der positiven Dinge – wenn es mal mies läuft – ist, dass man dann, wenn es einem schlecht geht, seine wahren Freunde erkennen kann. Und davon hast Du – glaube ich – ganz viele, wahrscheinlich mehr als die meisten Menschen.
    Alles Liebe weiterhin und jeden Tag ein bisschen mehr Sonnenschein 😉

    1. Post
      Author
      Norbert Karaban

      Danke liebe Jana!
      Ob es mir besser geht, weiß ich nicht so recht – aber stärker fühle ich mich auf alle fälle <3

  2. Angelika

    Hallo!… jedenfalls hört sich das schon eine Spur besser an ….Meine Freundinnen sehe ich nicht sooo oft . Aber wenn es mir richtig schlecht geht sind sie für mich da. Das tut gut. Ich wäre auch gern für dich da, wenn ich dir damit helfen könnte – auch wenn wir uns nicht kennen. 🙂

  3. Tom C. Gerhardt

    Hallo Norbert,
    ich möchte Dir von einem Alptraum schreiben, der mich über 40 Jahre begleitet hat:
    Ich fahre mit einem Auto den Hang hinunter. Noch weit entfernt kreuzt eine Bahnstrecke die Straße und von links kommt ein Zug. Ich weiß, ich kann das Auto nicht stoppen. Und ich weiß auch, dass der Zug mich erfassen will. Nun überlege ich, ob ich schneller fahren soll oder langsamer. Was passiert, wenn ich langsamer fahre? Dann fährt der Zug auch langsamer und wenn ich schneller fahre, fährt der Zug auch schneller. Alle Möglichkeiten führen zur Kollision. Dann bin ich schweißgebadet aufgewacht.
    Vor 15 Jahren las ich ein Buch über Traumdeutung. Danach wollte ich den Traum unbedingt zu Ende bringen und bis zum Bahnübergang fahren. Das habe ich auch, als der Traum wieder kam, gemacht. Sowohl das Auto als auch der Zug blieben am Bahnübergang stehen. Menschen stiegen aus dem Zug aus und freuten sich, dass das Unglück abgewendet wurde. So endete der Traum und kam nie wieder.
    Ich hoffe, Du hast in den Zeilen etwas für Dich gefunden.
    Herzlichst, Tom

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